Eröffnung: 02.Mai.2026, 18 Uhr /// Ausstellungsdauer: 03.05. — 20.06.2026
/// Marzahner Promenade 46 (Zugang über die Fußgängerzone) /// 12679 Berlin ///
ist ein postpatriarchaler Science-Fiction-Comic über Kunst, ihr Prekariat, den mentalen Zustand unserer Gesellschaft und Witchcraft. Die Rahmenhandlung beginnt in naher Zukunft im Frauenknast. ASH + CASH sind inhaftiert. Sie haben den Grund ihrer Gefangenschaft vergessen — und damit den Zugang zu ihrer eigenen künstlerischen Kraft verloren. Amnesie wird zur Ursache ihres Leidens. Ihre Identität als Künstlerinnen und Schamaninnen ist bedroht. Ihre Träume in der Gefängniszelle erwecken die Erinnerung (Woken). Sie entsinnen sich ihrer ewigen Reise, ausgehend vom Planeten Mutter, durch Raum und Zeit, vorbei an kühlen Monden und Weltraumschrott, an ihren Ursprung, ihre Kraft als Künstlerinnen und Schamaninnen — und an ihre behaarte Raumstation, die über dem Planeten Vater schwebt.
Der Planet Vater wird von einer mental beeinträchtigten Spezies bewohnt: bindungs- und angstgestört,
narzisstisch, entfremdet, mit Neigung zur Gewalt.
ASH + CASH erleben ihre Ankunft auf Vater als Landung in einer Alienation.
Die Frage nach den Ursachen dieser Dysfunktion auf Vater und der Wunsch nach Heilung bilden den Kern der
Geschichte.
Auf dem Planet Vater werden ASH + CASH durch das agieren als Künstlerinnen in der sogenannten Kunstwelt
wirksam. In ihrem zum Atelier umfunktionierten Späti auf einer Brache, am Rand der Gesellschaft, öffnen sie
einen Zugang zur Anderswelt — dort, wo verdrängte Bilder, Gefühle, Träume und Geister existieren. In diesem
Raum, auf diesem lockeren und feuchten Boden, entsteht wieder Verbundenheit.
ASH + CASH greifen in lückenhafte Erinnerungen ein und schreiben die Geschichte neu.
LUCHS & KOJOTE erscheinen immer dann, wenn und wo man sie nicht erwartet.
In der Zelle.
Auch im Außenministerium.
Selten im Onlineshop.
Manchmal am Nachthimmel zur Tag- und
Nachtgleiche.
Während ASH + CASH sich sukzessive an ihre Festnahme erinnern, gewinnen sie ihre eigene Stärke zurück.
Der Rückblick aktiviert ihr Potenzial.
ASH + CASH IN ALIENATION erzählt davon, dass Kunst die heilende Kraft ist — sie bewegt, sie verändert und sie
schafft abweichende Orte — Orte, an denen es sich als "INTELLIGENZ" leben lässt:
als Frau, als Mann, als Kind, als Mensch,
als Wesen, als Luft, als Wasser, als Tier, als Beton, als Geist,
sogar als entgleiste Straßenbahn.