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A Hug A Day Keeps The Poverty Away oder Wie die Menschheit von der Erde geheilt wird
Eine Sciencefiction-Comic-Parabel

Prolog im Weltall (30.000 Jahre in der Zukunft)

ASH & CASH sind zwei attraktive, leicht beschädigte, interstellare Avatare. Sie sind herabsteigende Göttinnen, deren Gemeinsamkeit es ist, Chaos zu schaffen und in Biographien einzugreifen. ASH & CASHs Lebenswelten waren ursprünglich in einem kosmischen Raum vereint. Durch ein intergalaktisches, intrinsisches Ereignis wurden sie in unterschiedliche Galaxien katapultiert. Sie wurden getrennt. Ihre Überzeugungen sind konträr, mit diesen Kräften arbeiten sie. Nun streben sie nach Wiedervereinigung, durch Erfindung eines gänzlich neuen Wertesystems, das ohne Gut, Böse, Oben, Unten, Tauschhandel und Opfergaben auskommt. Sie experimentieren auf dem weiten Feld der Liebe und jeglicher Emotionen. Während sie erst wieder lernen müssen, sich zu vertrauen und sich zu umarmen, entdecken sie ihre eigenen Kräfte, die der Geister und des Windes.

Wie alles begann (15.000 Jahre in der Zukunft)

Noch immer getrennt voneinander und von der einsamen und ewigen Suche nach Vereinigung gelangweilt, flicken ASH & CASH an ihren Raumschiffen. Jede für sich, noch nicht wissend von der anderen, bauen sie aus HERRENlosem im All herumschwirrendem Weltraumschrott jeweils an ihrem Vehikel.
Beide nehmen diesen Müll als wundersame Gewächse war. Durch diese Faszination angetrieben, suchen sie unabhängig voneinander den Ursprungsplaneten, die Mutter dieser krachenden, öligen, blitzenden Gewächse. Um deren Heilkraft zu entdecken, folgen sie den Rufen der Geister und der Weltraumwinde nach der Durchführung eines wiedervereinenden Experiments. Beide haben denselben Wunsch.
Ihre Raumschiffe ähneln einer abgewrackten Jugendhaftanstalt, einer riesigen Mutterspinne, einer gigantischen, organischen Weltraumbrücke, einer monströsen galaktischen Umarmung.
ASH & CASH bauen von unterschiedlichen Galaxien ausgehend, intuitiv ihre Raumschiffe aufeinander zu. Durch diese intensiven Bauarbeiten gelingt ihnen der Durchbruch, sie treffen aufeinander, betrachten sich, gestikulieren, versuchen zu sprechen, verstehen nur langsam. Sie nehmen sich die Zeit. Von nun an reisen sie gemeinsam.

Das Abenteuer: (50 Jahre in der Zukunft)

Das Abenteuer beginnt immer dann, wenn Wünsche von mindestens drei, sich fremden, Erdenbewohnern mit denen von ASH & CASH synchronisiert werden. Die Tür zur Erde öffnet sich. Die Erde — der Ort, der Heilung durch Vereinigung verspricht.
Der Eingang zum Geschehen befindet sich auf der Schattenseite des Glücks — den zugigen Hintereingängen, den gruseligen Kellerräumen, den vernachlässigten Zonen des Kapitalismus, Orte aus Schrott und Abfall. Sie landen in einer Neumondnacht, eingehüllt in völliger Dunkelheit, auf einem verlassenen Parkplatz hinter einer MALL, mit Apotheke und Ärztehaus.
Luchs sitzt auf dem Dach eines vergessenen Autos und leckt ihre Genitalien. Kojote pinkelt in eine Cola-Flasche.
Dort steht der Späti »Schrotty«, der aus Bierkästen des Supermarktes zu dessen Schließzeiten errichtet wird. Die Lost Bodies, eine Gemeinschaft aus Betreiberinnen* und Kundinnen*, leben von der täglich neuen Ernte aus den Abfall–Containern des Supermarktes. Die Ernte besteht aus Produkten, deren Ablaufdatum von den Herstellern*innen manipuliert wurde, um Konsumbedürfnis und Gewinne zu steigern. Die Lost Bodies zahlen nur das, was sie wollen.

Im Hinterraum von »Schrotty« richten ASH & CASH ein Behandlungsareal für mentale Dispositionen ein, da sie eine allgemeine Geistesgestörtheit auf der Erde wahrnehmen. Der mit den Lost Bodies synchronisierte Wunsch nach wärmender Vereinigung läßt sie aktiv werden. Im verplombten Abfallkanister der Apotheke finden sie Drogen und Medikamente, die sie als heilende Substanzen erkennen. Zusätzlich bieten sie Therapy to Go und eine Umarmung gratis an. Die Lost Bodies werden zunehmend ausgeglichener. Luchs und Kojote sind high.

Doch die Pächter des Supermarktes entdecken »Schrotty«, die Deportation kündigt sich an. Die von den Betreiberinnen* verlangte Miete ist unerschwinglich. Das neugewachsene Kulturfeld Späti, mit seinem eigenen Wertesystem, ist bedroht. Das Geld wird knapp durch Sanktionen des Jobcenters. Da haben ASH & CASH die Idee das Zahlungsmittel der Umarmung als Währungseinheit zu etablieren. Die Umarmungen potenzieren den Gemeinschaftssinn der Lost Bodies. In ihren T-Shirts mit den Prints »Make Love Great Again« und »In Love We Trust« stürmen sie den Supermarkt, packen die Angestellten und berauschen sie mit ihren Umarmungen. Die Nachtschicht versinkt im Liebestaumel. Kunden*innen, Pächter*innen und Marketingabteilung, der Machtklumpen des Kapitalismus, die Dreieinigkeit des Konsumverhaltens, wird durch die Superwährung HUG von ihrer Machtstruktur gelöst und transformiert in ein gebündeltes, gebendes Wesen. Keiner stirbt an Verfettung. Keiner stirbt an Hunger. Alle werden satt.

ASH & CASH aka HUSS WEISE besteigen ihr vereintes Raumschiff und düsen in den Orbit.

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